Naturkatastrophen in Redlham
1925 – Im Sommer musste die Feuerwehr das Anwesen Iglseder in der Au, das durch das Hochwasser arg in Mitleidenschaft gezogen wurde, von den Schlammmassen befreien und den Keller mit Kübel und der vorhandenen Handspritze auspumpen.
1954 – Die Gemeinde Redlham war immer schon von mehr oder weniger starken Hochwasserereignissen betroffen. Vor allem der Lehbach und die Ager werden bei langen und schweren Regenfällen immer wieder gefährlich. Zu den schweren Hochwasserereignissen in der Gemeinde zählt das Hochwasser im Jahr 1954. In den Nachtstunden des 8. Juli konnten die Feuerwehrmänner nur unter schwierigsten Verhältnissen den Wassermassen Herr werden. Die Anwesen Iglseder und Waltenberger in der Au waren extrem betroffen. Zum Schutz der Häuser mussten Raubäume von der Feuerwehr gefällt und angebracht werden. Am darauf folgenden Tag wurden Keller ausgepumpt, wobei das wahre Ausmaß der Katastrophe erst erkennbar wurde.
1955 – Am 08. Juli, dem Jahrestag des Hochwassers von 1954, musste die Feuerwehr das Waldenberger Anwesen in der Au vor neuerlichem Hochwasser durch Anbringen von Raubäumen schützen. Außerdem mussten immer wieder Tiere in Sicherheit gebracht und Keller ausgepumpt werden.
1959 – Wiederum wurde am 13. August ein Hochwassereinsatz in der Ortschaft Au notwendig. Es mussten wieder einige Keller ausgepumpt werden.
1961 – Am 09. Juni verursachte ein starker Sturm größere Schäden. Er riss Bäume um, die die Straßen versperrten, wodurch ein mehrstündiger Einsatz notwendig wurde.
1962 – Das Anwesen des Landewirtes Obermaier in Jebing wurde am 14. Mai durch das Hochwasser äußerst gefährdet. Eine Brücke wurde in der Nähe des Anwesens, die über den Lehbach führte, weggerissen. Durch den vorbildlichen Einsatz der Feuerwehr konnte das Ärgste verhindert werden.
1966 – Die durch den Erdrutsch verlegte Straße von Tuffeltsham nach Pühret wurde am 25. Juli unter Mithilfe der Feuerwehr geräumt. Am 28. Juli mussten die Rohrdurchlässe von den Erdmassen freigespritzt werden.
1967 – Am 23. Februar wurde auch unsere Gemeinde von der furchtbaren Sturmkatastrophe betroffen. Besonders schweren Schaden richtete der Sturm beim Anwesen des Franz Vogelhuber in der Au an. Der Dachstuhl wurde abgehoben und das Mauerwerk schwer beschädigt. Die Feuerwehr hat sich 3 Tage an den Aufräumungsarbeiten beteiligt.
1970 – Durch die starken Regenfälle mussten am 22. und 23. Februar sowie am 9., 11. und 23. Juni in Tuffeltsham, Einwarting und Au immer wieder Keller ausgepumpt werden.
1975 – Durch die wolkenbruchartigen Regenfälle am 15. Juni musste beim Schachermayr in Piesing der Keller und der Silo ausgepumpt werden.
1977 – Am 03. Jänner musste beim Lindenberger in Redlham der Keller ausgepumpt werden. Das leichte Hochwasser wurde durch die Schneeschmelze verursacht.
1985 – Am Abend des 05. August gingen schwere Unwetter über Oberösterreich nieder und auch unsere Gemeinde war davon schwer betroffen. Die Feuerwehr war die ganze Nacht im Einsatz. Beim Preuner in Einwarting schlug der Dachständer das Dach ein, weiters musste beim Harreiter in Tuffeltsham der Dachständer gesichert und das Dach neu gedeckt werden. In Piesing fiel ein riesiger Birnbaum auf die Straße und beim Kiblinger in Tuffeltsham stürzte ein Baum auf das Dach. Beim Bösch in Landertsham beim Gruber und Urschitz in Tuffeltsham mussten die Keller ausgepumpt werden. Bei den Häusern Obermaier in Jebing, Obermaier und Huber in Fisching mussten die Dächer notdürftig abgedeckt werden. Weiters musste die Unterführung in Piesing von Schlammmassen freigeschaufelt werden.
1990 – Ein Sturm in Orkanstärke richtete in der Nacht von 26.-27. Februar und am 01. März in der Gemeinde Redlham großen Schaden an. Besonders betroffen waren die Firma Hittmayr (das gesamte Hallendach wurde abgetragen), das Wohngebäude der Familie Schrenk in Redlham (Dach wurde abgetragen und der Dachständer geknickt) und vor allem in den Wäldern richtete der Sturm großen Schaden an. Eine Reihe von kleineren Schäden war fast an allen Gebäuden zu verzeichnen.
2002 – Das wohl schlimmste Hochwasser in der Gemeinde Redlham ereignete sich am 12. August 2002. Eine länger anhaltende Regenperiode, die den Grundwasserspiegel stark ansteigen ließ, und eine volle Sättigung des Bodens führte zum extremen Hochwasser. Stark betroffen waren die Anlieger entlang des Lehbaches, in den Ortschaften Tuffeltsham und Einwarting. Zu einer Katastrophe führte ein Uferdammbruch an der Ager, welcher zu einer völligen Überschwemmung der Ortschaft Au führte.
In den letzten 10 Jahren hat es sich zu einer Regelmäßigkeit entwickelt, dass nach stärkeren Regenfällen die Unterführungen entlang der Bundesstraße von Schlamm und Geröll zu befreien und zu reinigen sind. Ebenso werden jährlich um Durchschnitt 2 bis 3 Keller nach stärkeren Gewittern von der Feuerwehr ausgepumpt.